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Was bringt die Digitalisierung Karosserie- und Lackierbetrieben wirklich? Welche Tools gibt es – und wie lassen sich diese sinnvoll im Unternehmen einsetzen?

 

Digitalisierung – kaum ein Begriff wird in der Branche so heiß diskutiert. Der Blick in verschiedene Werkstätten zeigt: Die Digitalisierung ist schon längst Realität geworden. Von Auftragsplanung über Farbtonfindung bis zur Buchhaltung bieten Ausrüster zahlreiche Möglichkeiten, um Prozesse in der Werkstatt effizienter zu gestalten und die Arbeit für Karosserie- und Lackierbetriebe langfristig zu vereinfachen.

Alle Kapazitäten im Blick?
Wenn beispielsweise Frank Jensen, Geschäftsführer der Karosseriebau Elflein GmbH aus Karlsruhe morgens in seine Werkstatt kommt, verschafft er sich zunächst einen Überblick: Welche Termine stehen heute an? Wie hoch ist die Auslastung? Welche Mitarbeiter sind verfügbar? Hierfür nutzt Frank Jensen den Ressourcenmonitor von Audatex AUTOonline. „Mit diesem Tool habe ich immer die aktuelle Auslastung im Blick“, erklärt der Betriebsinhaber. „Ich kann meine Kapazitäten im Voraus genau planen – inklusive Krankheitsfällen und Urlaubstagen.“ Weiterer positiver Nebeneffekt für Frank Jensen: „Ich muss die Daten nur noch in ein einziges System eintragen und minimiere so Fehlerquellen.“ Auch zur Wagenpflege, Auslastung der Büromitarbeiter sowie zum Hol- und Bringservice lässt sich das Tool erweitern.

„Fundierte Grundlage für alle Entscheidungen“
„Ein Unternehmer muss sich täglich aufs Neue vier Fragen stellen: Wie hoch sind meine Kosten? Wie ausgelastet ist mein Personal? Wo stehe ich im Markt? Und: Wie ist meine momentane Auftragslage“, erklärt Matthias Schuckert, Vertriebsleiter beim Werkstattsoftware-Entwickler KSR. Das Unternehmen hat als Antwort auf diese Fragen das KSR Dashboard entwickelt. „Mit dieser Erweiterung zur Kalkulationssoftware VCS erhält der Unternehmer einen Überblick über den finanziellen, personellen und organisatorischen Stand seiner Werkstatt. Dies ermöglicht ihm, in kurzer Zeit unternehmerische Entscheidungen zu treffen und beispielsweise Aufträge an seine Mitarbeiter zu delegieren“, erklärt Matthias Schuckert. Er gibt jedoch zu bedenken: Die ordentliche Pflege der Daten ist Voraussetzung, um die Ergebnisse als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen nutzen zu können. „Das bedeutet: Der Unternehmer muss Kunden- und Fahrzeugdaten konsequent und korrekt erfassen, Dubletten vermeiden und Termine richtig eintragen, um die Software effizient nutzen zu können.“

Schadenaufnahme direkt am Fahrzeug
Sind die Kapazitäten geklärt, geht es im Betrieb an die konkrete Schadenaufnahme. Dies geschieht mit dem Mobile Worker von KSR direkt am Fahrzeug: „Mit diesem Tool lassen sich alle Daten für Kunden, Fahrzeuge und Aufträge einfach und schnell mobil per Tablet oder Smartphone erfassen und bearbeiten – vom Anlegen eines neuen Reparaturauftrags über die Foto-Dokumentation der Schäden bis hin zum Ausfüllen der nötigen Formulare.

Kabellose Farbtonermittlung
Ebenfalls direkt am Fahrzeug kann auch die Ermittlung des korrekten Farbtons erfolgen. Hier setzt beispielsweise der Betrieb IDENTICA Barutzky in Overath auf komplette Vernetzung. „Wir arbeiten schon seit mehr als zehn Jahren digital und haben unsere Prozesse dadurch immer weiter optimiert“, erklärt Martin Blach, der im Betrieb verantwortlich für die Lackiererei ist. „Vor allem in Verbindung mit dem digitalen Farbtonmessgerät unterstützt uns die Technik grundlegend bei der Farbtonfindung“, führt er aus. Das Team plant, in Kürze das neue ColorDialog Phoenix einzusetzen. Mit diesem kann der Lackierer den Farbton ebenfalls direkt am Fahrzeug ermitteln und via Wi-Fi an die Color-Software übertragen.

Aktuelle Formeln von jedem Ort aus abrufbar
„Die Vernetzung des Mischraums bietet den Lackierbetrieben entscheidende Vorteile“, betont Dietmar Wegener, Color Management Spezialist bei Spies Hecker. Wichtigste Voraussetzung: eine stabile Internetverbindung, am besten über LAN-Kabel. „Durch Phoenix erhalten Lackierer Zugriff auf 250.000 aktuelle Farbmischformeln über alle Lackqualitäten. Zudem können eigene Formeln in der Color Cloud gespeichert, von jedem beliebigen Betriebsstandort heruntergeladen und ausgemischt werden“, erklärt der Experte. Auch Materialbestellungen wickelt der Betrieb Barutzky direkt vom Mischraum aus ab: Denn das für einen Farbton notwendige Lackmaterial ist einfach im Spies Hecker Webshop bestellbar. „Darüber hinaus planen wir zurzeit die Einführung eines digitalen Warenwirtschaftssystems“, gibt Spies Hecker Vertriebsleiter einen Ausblick.

Sichere Liquidität
Ist das Fahrzeug fertig lackiert, muss der Kunde „nur“ noch zahlen. Gerade beim Thema Finanzen setzt Younis Hamad, Geschäftsführer von IDENTICA Mylack in Düsseldorf, auf Sicherheit. „Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, den Abrechnungsservice der ADELTA.FINANZ zu nutzen. In der von mir genutzten Software wurde ein weiterer Servicebaustein, der sogenannte „Liquiditätsbutton“ eingerichtet. Wenn die Bonität des Kunden über die Schnittstelle innerhalb meiner Software abgefragt und bestätigt ist, übertrage ich meine Rechnung digital an die ADELTA.FINANZ und habe innerhalb von 48 Stunden das Geld auf meinem Konto“, betont der Betriebsinhaber. „Dieser Service bringt Betrieben mit nur einem Klick Sicherheit, denn er schützt vor Forderungsausfall. Darüber hinaus können Unternehmer neben der gewonnenen Liquidität zusätzlich Zeit sparen“, erklärt Stephan Schneider, Leiter Gesamtvertrieb Mobilität der ADELTA.FINANZ.

Verwaltungsaufwand minimieren
Von umfangreichen Aktenordnern für das Steuerbüro hat sich Heike Schröder, Geschäftsführerin von IDENTICA Schröder in Telgte vor rund einem Jahr verabschiedet. „Wir sind auf digitalisierte Buchhaltung mit ps accounting umgestiegen. Dadurch sparen wir Zeit und Verwaltungsaufwand“, erklärt sie. Das bedeutet: Alle Belege werden eingescannt oder direkt importiert und damit zeitnah verbucht. „Unser Team von ps accounting kümmert sich um die Verbuchung der Belege und erstellt die monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung“, erklärt Unternehmensberater Stephan Sonnenschein. Im Anschluss übernimmt die bpr Mittelstandsberatung die branchenbezogene Auswertung der Kennzahlen.

Profi-Unterstützung für effizienten Einsatz
Die Anschaffung teurer Software und Tools lohnt sich jedoch nur dann, wenn sie auch korrekt bedient werden“, unterstreicht Michael Wellnitz. „Spies Hecker und der Profi-Club unterstützen Betriebsinhaber und Lackierer deshalb aktiv dabei, digitale Werkzeuge sinnvoll einzusetzen.“

[colornews 03.2017]