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Die BestattungsWelt im Gespräch mit Johannes Riegler aus Höchstadt

Das Bestattungsinstitut Riegler verfügt über einen ausgezeichneten Ruf in der Region. Johannes Riegler hat den Betrieb 1995 in zweiter Generation übernommen und seitdem kontinuierlich ausgebaut. Und trotzdem findet er dabei immer noch ausreichend Zeit für seine große Leidenschaft – auf der Rennpiste hinter dem Steuer seines Tourenwagens. Wir wollten natürlich mehr wissen …

BW: Herr Riegler, Sie haben das Unternehmen vor über 20 Jahren von Ihrem Vater übernommen. Was hat sich seitdem getan und was war Ihre größte Herausforderung?
JR: Mein Vater war ursprünglich Schreiner und hat – wie das ja so üblich war damals – nebenher Särge verkauft und schließlich auch die Bestattungen übernommen. Als ich dann ins Unternehmen kam, haben wir uns mehr auf diesen Bereich konzentriert und unser Leistungsangebot erweitert. Inzwischen sind wir ein reines Bestattungsunternehmen mit fünf festen Mitarbeitern und zwölf Springern. Und die Zahl der jährlichen Bestattungsaufträge ist seit damals um ein Vielfaches gestiegen.
Das Unternehmen voranzubringen hat mich in dieser Zeit natürlich immer wieder vor Herausforderungen gestellt – und tut es auch heute noch. Aber ich denke, wir können mit den bisherigen Erfolgen mehr als zufrieden sein.

BW: Was war Ihrer Meinung nach ausschlaggebend für den Erfolg?
JR: Auf der einen Seite natürlich die viele Energie, die wir ins Vorankommen investiert haben. Bei uns in der Region ist es zum Beispiel immer noch üblich, dass der Bestatter die Gräber übernimmt. Dadurch konnten wir unseren Wirkungsbereich allmählich auf neue Friedhöfe ausweiten und insgesamt sichtbarer werden. Außerdem bin ich Mitglied im Stadtrat und setze mich in dieser Funktion stark für die Region ein. Dieses Engagement kann auch positive Nebeneffekte fürs Unternehmen haben, wie ich wiederholt feststellen durfte. Aber das darf dabei natürlich nicht der Antrieb sein. Auf der anderen Seite haben wir seit vielen Jahren einen guten Ruf in der Umgebung, was schnell zum Selbstläufer wird. Wir gehen sehr flexibel auf die Angehörigen ein und generell wirkt vieles bei uns etwas lockerer als anderswo. Hinzu kommt, dass meine Tochter Corinna die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft absolviert hat und damit auch viele tolle Gedanken ins Unternehmen mitgebracht hat.

BW: Gab es dabei auch Ideen, bei denen Sie anfangs eher kritisch waren?
JR: Überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Ich finde es gut, wenn die Jugend neue Gedanken einbringt. Wir haben jetzt komplett neue Dekorationen, der Urnenausstellungsraum wurde neu gemacht, die Sargausstellung folgt in Kürze, und auch das Büro sieht gar nicht mehr nach dem typischen Bestatter aus. Das kommt unwahrscheinlich gut an.

BW: Wie gut funktioniert generell das Zusammenarbeiten in der Familie? Wo sehen Sie die Vorteile, wo eventuelle Nachteile?
JR: Schön ist, dass wir uns zum Beispiel abends beim Essen noch in Ruhe über die Arbeit unterhalten können, was man mit normalen Mitarbeitern ja in dieser Form nicht hat. Seit zwei Jahren ist auch meine jüngere Tochter mit im Unternehmen, wodurch die ganze Familie involviert ist. Auf der anderen Seite geht man natürlich mit den eigenen Kindern etwas softer um. Nach außen hin funktioniert alles bestens. Meine Töchter machen ihren Job super und immer mehr Angehörige sind wahrlich begeistert.

BW: Neben der Arbeit gehen Sie einer für Bestatter wohl eher unüblichen Leidenschaft nach: Sie sind Rennfahrer. Über die Facebookseite Team Riegler kann man Sie auf der Rennpiste in Aktion sehen – oft auch gemeinsam mit Ihrer Tochter Corinna. Wie hat sich das entwickelt?
JR: Ich mache das jetzt seit 30 Jahren. Am Anfang bin ich noch Rally gefahren, dann Tourenwagen. Meine ältere Tochter hat mit sechs Jahren das Kartfahren begonnen, mit 18 hatte sie schließlich ihr erstes Rennen in Hockenheim. Mittlerweile ist sie überall dabei.

BW: Ist es für Sie eine reine Leidenschaft oder verfolgen Sie auch bestimmte Ziele mit dem Sport?
JR: Meine Tochter möchte natürlich noch die eine oder andere Meisterschaft gewinnen. Ich habe meine Ziele früher erreicht und bin da nicht mehr so hinterher.

BW: Was war denn Ihr größter Erfolg?
JR: Das war der dritte Platz bei einer Meisterschaft, wo die Siegerehrung im Steigenberger Airport Hotel in Frankfurt stattgefunden hat. Da wurden dann auch richtige Renngrößen ausgezeichnet wie der damalige Tourenwagenmeister Eric van der Poele und der junge Michael Schumacher, der damals noch Kartfahrer war. Da mit dabei zu sein, war eine Riesenehre für mich.

BW: Gibt es Erfahrungen aus dem Sport, die Ihnen auch bei der Arbeit und überhaupt im Leben helfen?
JR: Zuallererst natürlich das Mentale, schließlich musst du im Rennen hundertprozentig konzentriert sein. Du bist auch ausgeglichener, denn du powerst dich richtig aus. Viele denken, es wäre nur im Auto sitzen und ein bisschen um die Kurven fahren, aber das ist harte Körperarbeit. Gerade im Sommer verlierst du dabei auch mal ein bis anderthalb Kilo Gewicht pro Rennen. Und insgesamt bist du einfach … Wie soll ich es erklären? – Glücklich.

BW: So eine Leidenschaft beansprucht ja auch viel Zeit. Wie gut lässt sich das mit dem eigenen Unternehmen vereinbaren?
JR: Ich habe gute Mitarbeiter, auf die ich mich absolut verlassen kann. Früher war das schon mal so, dass wir nicht in den Urlaub konnten, aber inzwischen ist das kein Problem mehr. Die Firma läuft absolut rund, auch wenn wir mal für zwei Wochen weg sind.

BW: Eine zusätzliche Erleichterung ist dabei sicherlich auch Ihre Zusammenarbeit mit der ADELTA.FINANZ AG, deren Service Sie seit fast 10 Jahren nutzen. Wie hat sich das ergeben?
JR: Ich habe früher viel Zeit damit verbracht, Mahnungen zu schreiben – was mich oft auch wertvolle Schlafenszeit gekostet hat. Da hat es dann ganz gut gepasst, als mich der Herr Portner von der Adelta angerufen hat. Ich bin generell sehr offen für Neues, das Konzept hat gepasst und der Kontakt war mir sofort sympathisch. Also haben wir es einfach mal ausprobiert.

BW: Und Sie sind bis heute glücklich mit dieser Entscheidung?
JR: Absolut. Das Geld ist schnell da und ich habe kein Mahnwesen mehr. Das ist das Wichtigste.

BW: Sie haben ja schon viele Jahre in der Bestattungsbranche hinter sich und damit gar nicht mehr so lange, bis Sie in den Ruhestand gehen können. Glauben Sie, dass Ihnen dieser Schritt schwerfallen wird?
JR: Damit habe ich tatsächlich überhaupt kein Problem. Dank meiner Töchter weiß ich das Unternehmen in den besten Händen. Ich sehe ja, dass es läuft. Die werden das schon perfekt machen.

BW: Eine letzte Frage haben wir noch: Gibt es einen besonderen Rat, den Sie anderen Unternehmern mit auf den Weg geben können? Etwas, das Sie in den vielen Jahren für sich mitgenommen haben?
JR: Man soll sich nicht über Kleinigkeiten aufregen, über die es sich nicht zu streiten lohnt. Dann lebt man gesünder und besser.

BW: Das klingt sehr vernünftig. Herr Riegler, wir danken Ihnen für das tolle Gespräch und wünschen Ihnen und Ihren Töchtern weiterhin viel Erfolg für die Zukunft.

 

Text: Marius Hanke

[BestattungsWelt 06.2017]

Johannes Riegler mit Tochter Corinna Bestattungsinstitut Riegler, Höchstadt