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Die BestattungsWelt im Gespräch mit Lena Lajiq aus Meppen

Früher war alles anders – aber nicht besser. Früher, da dachte man beim Begriff „Bestatter“ an düster dreinblickende und eben-so gewandete Herren, die immer eine gewisse Schwere umgab. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei und ganz besonders charmant steht dafür eine Bestatterin: Lena Lajiq.

BW: Frau Lajiq, Sie sind erst 25, bereits Mutter und Inhaberin des Traditionshauses Bestattungen Efken mit elf Mitarbeitern. Was bringt eine junge Frau dazu, sich für den Be-ruf der Bestatterin zu entscheiden?
LL:
Eigentlich hatte ich zunächst überlegt, Rechtsmedizinerin zu werden. Damals schaute ich gerne die Serie „Crossing Jordan“ und fand das unglaublich spannend! Bei näherer Überlegung, auch zusammen mit ei-nem Berufsberater, kristallisierte sich dann heraus, dass mich Bestatterin noch mehr interessiert. Erst habe ich bei Bestattungen Efken ein zweiwöchiges Schülerpraktikum gemacht, dann nach der Schule ein zehn-monatiges. Ehrlich gesagt, wusste ich gleich: Das ist genau das Richtige für mich!

BW: Wie wurde das damals aufgenommen, als Sie Ihren Praktikumsplatz bekanntgaben?
LL: In der Schule wurde das schon ein wenig belächelt und irgendwie nicht so recht ernst genommen – es war halt etwas ganz Anderes als sonst. Aber dafür gab es die volle Rückendeckung aus meinem persönlichen Umfeld, ganz besonders von meinen Eltern.

BW: Hatten Ihre Eltern und Freunde nicht etwas Bedenken?
LL: Nein, tatsächlich nicht. Meine Eltern wussten immer schon, dass ich bestimmt etwas Außergewöhnliches machen würde. Bei uns ist zwar niemand in der Familie Bestatter, aber da gab es nicht die geringsten Berührungsängste. Meine Mutter arbeitet in der Altenpflege und kann sich in ganz viele Überlegungen besonders gut einfühlen.

BW: Und mit 21 Jahren schlossen Sie Ihre Ausbildung ab – und wurden direkt zu Niedersachsens bester Bestatterin gekürt! Wie ist die Geschichte dazu?
LL: Ich wusste gar nicht, dass es das gibt – und dann wurde ich Landessiegerin und habe den dritten Platz bundesweit gemacht. Aber ich habe auch viel Glück gehabt, beim praktischen Teil kam etwas dran, was mir besonders liegt: Deko. Das war natürlich schon von Vorteil.

BW: Sie haben im Bestattungshaus Efken gelernt und es dann zum 1.1.2018 selbst übernommen – haben Sie Familie mit im Unternehmen?
LL: Ja, meinen Mann Charly. Er ist gelernter Schlosser und war früher beruflich unter der Woche unterwegs – aber seit wir unseren Sohn haben, möchte er natürlich viel lieber in der Nähe sein. Herr Efken hatte ihm dann ein Angebot gemacht und seitdem ist er bei uns im Außendienst tätig. Das ist ein-fach perfekt!

BW: Sie erleben täglich Hinterbliebene, die in emotionalen Ausnahmezuständen sind. Gibt es Momente, in denen eine Bestatterin auch selbst mit der Fassung kämpfen muss?
LL: Das sind ganz sicher die, wenn es um die Bestattung von Kindern geht. Früher habe ich diese Gespräche gerne geführt, obwohl ich so jung war und keine Kinder hatte. Heute ist das genau andersherum, jetzt sieht man immer auch die eigene Familie. Das sind sehr emotionale Momente, auch bei den Trauerfeiern – aber man ist ja nicht aus-schließlich Bestatter, sondern auch Mensch.

BW: Was war die positivste Erfahrung in Ihrem bisherigen Berufsleben?
LL:
Das ist eine Summe vieler Kleinigkeiten. Generell haben wir das große Glück, wirklich wunderbare Familien hier vor Ort zu kennen. Oft gibt es auf dem Lande ja richtig große Beerdigungen, mit Straßensperrungen und viel Organisation. Wenn dann hinterher die Angehörigen sagen: „Es hat alles so reibungslos geklappt, wie wir uns das gewünscht haben“ − das freut uns dann sehr!

BW: Bei Ihrem anspruchsvollen und vielseitigen Beruf muss doch auch mal Zeit zum Aus-spannen sein. Was tun Sie, um sich auf andere Gedanken zu bringen und aufzutanken?
LL: Dafür sorgt schon unser Sohn! Er ist jetzt zweieinhalb und ersetzt mühelos jedes Sportprogramm. Ansonsten mache ich das, was andere 25-Jährige auch tun: ausgehen mit Freunden, Kino und ich lese gerne.
Und dann bin ich sozusagen ein „Ostsee-Kind“. Früher waren wir da oft campen und auch heute fahren meine Familie und ich im-mer wieder gerne hin, wir brauchen ja auch nur etwas über drei Stunden von Meppen aus. Ich brauche Weite um mich herum und die Ostsee fasziniert mich immer wieder.

BW: Gibt es etwas, was Ihnen in Ihrem Be-ruf ganz besonders am Herzen liegt?
LL: Zum einen ist es das Miteinander, persönliche Kontakte und die Betreuung sind das A und O. Wir haben bei uns im Unter-nehmen nicht diese Trennung von Bestatter und Angehörigen, wir sehen das alles als gemeinsame Aufgabe. Deshalb tragen wir, außer bei Bestattungen natürlich, hier bei der Arbeit auch durchaus farbige Kleidung. Wir wollen uns nicht distanzieren, sondern wir sind nahbar.
Wichtig ist uns auch die offene Aufbahrung. In unserer Region machen diese etwa 90 Prozent aus. Wir bitten die Angehörigen, ihre Kinder mitzubringen, alle, die möchten, sogar Haustiere. Die offene Aufbahrung ist so wichtig, um in Ruhe Abschied nehmen zu können. Manche Menschen bleiben Stunden – und das können sie bei uns auch gerne.

BW: Sie arbeiten mit der ADELTA BestattungsFinanz zusammen. Welchen Stellen-wert hat das für Ihr Unternehmen?
LL: Es wäre einfach unklug, wenn ich nicht mit der ADELTA BestattungsFinanz zusammenarbeiten würde. Schon Herr Efken hat damit nur die allerbesten Erfahrungen gemacht und ich habe das selbstverständlich übernommen. Das hat nur Vorteile: für mich als Unternehmerin, aber auch für die Angehörigen. So kann ich zum Beispiel Ratenzahlungen zu äußerst günstigen Konditionen anbieten, wer kann das denn sonst schon?

BW: Und wie funktioniert das?
LL: Wir erklären das den Angehörigen gerne mit dem Beispiel der Hausärzte, die ja auch mit einer Abbuchungsstelle zusammenarbeiten. Praktisch gibt es ein Infoblatt, das die Familien bekommen, und da stehen dann alle Möglichkeiten drauf, welche Monatsrate zu welchen Zinsen usw. Wir arbeiten transparent, die ADELTA BestattungsFinanz ganz genau so – also, da passt alles. BW: Vielen herzlichen Dank für das angeregte und überaus angenehme Gespräch!

www.bestattungen-efken.de

Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Kompetenz: Lena Lajiq und ihr Unternehmen Bestattungen Efken zeigen, was Herausragendes entstehen kann, wenn sich moderne Frische mit Herz und Berufung verbindet. Wir wünschen ihr und dem ganzen Team von Bestattungen Efken weiterhin alles Gute!

Text: Nicola Achterberg
Foto: © Bestattungen Efken

[BestattungsWelt, Ausgabe 06.2018]