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Der Himmel weint für Niki Lauda

Bestattung von Niki Lauda: Zahlreiche Besucher und stürmisches Wetter bei der Trauerfeier im Wiener Stephansdom

Ob als Rennfahrer, Fernseh-Experte oder Luftfahrtunternehmer – der Name Niki Lauda ist den meisten Menschen ein Begriff. Seit einem schweren Rennunfall 1976 war seine Gesundheit angeschlagen. Am 20. Mai 2019 starb der Österreicher im Beisein seiner Familie in Zürich. Die öffentliche Trauerfeier fand am 29. Mai im Wiener Stephansdom statt.

Im Jahr 1972, mit gerade Anfang 20, startete Niki Lauda sein erstes Formel 1-Rennen. Viele weitere Starts und drei Weltmeistertitel sollten folgen. Doch Lauda war nicht nur bekannter Rennfahrer und Berater in der Formel 1, sondern auch erfolgreicher Luftfahrtunternehmer. Er gründete mehrere Fluglinien, zuletzt übernahm er 2016 ein Flugunternehmen. Seine letzte Ruhestätte fand der Österreicher jetzt in Wien. Bei einer öffentlichen Trauerfeier im Stephansdom erwiesen ihm rund 4.000 Menschen die letzte Ehre.

Dem Wetter getrotzt

Der Tod von Niki Lauda berührte viele Menschen auf der ganzen Welt. TV-Programme wurden an seinem Todestag ihm zu Ehren geändert, beim Formel 1-Rennen in Monaco gab es eine Schweigeminute und das Formel 1-Team von Mercedes drehte ein Abschiedsvideo. Vor der Trauerfeier wurde sein Sarg in den Wiener Stephansdom gebracht und vom Dompfarrer in Anwesenheit der Witwe und zweier Söhne Laudas eingesegnet. Eingerahmt von Fotos, Kränzen und Kerzen, wurde der geschlossene Sarg für vier Stunden in der Vierung des Wiener Stephansdoms für die Öffentlichkeit aufgebahrt. Nie zuvor geschah dies für einen Sportler. Dies ermöglichte Fans, sich vor der Trauerfeier von ihm zu verabschieden.

Auf dem Sarg lagen ein Formel 1-Helm und ein Lorbeerkranz, den seine Witwe Birgit Lauda daraufgelegt hatte. Auch die Familie Schumacher schickte einen Kranz. Dem schlechten Wetter zum Trotz waren zeitweise über 1.000 Fans vor Ort und nahmen teils über eine Stunde Wartezeit auf sich. Der österreichische Nachrichtensender oe24.TV übertrug die Aufbahrung auf YouTube. Auch während der Trauermesse warteten rund 2.000 Fans, die keinen Platz mehr in der Kirche ergattern konnten, auf dem Platz vor dem Stephansdom.

Abschied von Freunden

Die Trauerfeier, gehalten vom Dompfarrer Toni Faber, begann mit Glockenläuten. Während des Requiems sollen viele Wegbegleiter Laudas wie Arnold Schwarzenegger, der DTM-Chef und Ex-Rennfahrer Gerhard Berger sowie der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen Reden gehalten haben. Laut Presseberichten soll der Ex-Formel 1-Star und Lauda-Freund Alain Prost die Lesung gesprochen haben. Insgesamt waren rund 300 Ehrengäste eingeladen, darunter zahlreiche bekannte Gesichter aus der Motorsportbranche: Lewis Hamilton, der Red Bull-Teamchef Franz Tost, Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, Formel 1-Boss Chase Carey, Fia-Präsident Jean Todt, die Ex-Formel 1-Piloten David Coulthard, Nico Rosberg und Mark Webber. Auch Schauspieler Daniel Brühl erwies Niki Lauda die letzte Ehre; er verkörperte ihn im Film Rush.

Während der Trauerfeier sollen einige der Lieblingslieder Laudas gespielt worden sein, darunter Imagine von John Lennon und Fast Car von Tracy Chapman. Zum letzten Akt des Requiems läutete die Pummerin, eine der Glocken des Stephansdoms. Um 14.45 Uhr verließ die Trauergemeinde nach fast zwei Stunden Trauermesse den Dom – der Sarg umringt von Formel 1-Fahrern und Freunden des ehemaligen Rennfahrers.

Beisetzung im kleinen Kreis

Die Bestattung von Niki Lauda erfolgte im Anschluss an die Trauermesse im engsten Familienkreis auf einem Wiener Friedhof. Berichten zufolge soll es sich auf dem Heiligenstädter Friedhof befinden. Eine besondere Ehre erwies Niki Lauda auch seine ehemalige Airline. Sowohl an seinem Todestag als auch am Tag seiner Beisetzung drehten Maschinen der heutigen Ryanair-Tochter LaudaMotion Ehrenrunden. Ein Sportler und ein Tag, die noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Text: Hans-Joachim Frenz
Foto: © Andrea Raffin/shutterstock.com

[BestattungsWelt, Ausgabe 04.2019]

Hans-Joachim Frenz

Hans-Joachim Frenz

Leiter Gesamtvertrieb